Im grauen Feld

Im grauen Feld

Ein Stuhl aus Nägeln steht im grauen Feld

Darauf ein junger Hund der einsam bellt

Das Feuer frisst den Weg die Hitze brennt

Verschlingt die Ähren hilft nichts wem da rennt

Der Stuhl zerschmilzt der Hund mit Furcht im Blick

Doch niemand sieht die Träne hilft da nicht

Er schließt die Augen denkt an Sie zurück

Die Rose ist verkohlt die er gepflückt

Es scheint so leicht die Hitze wärmend klar

Und schon weiß niemand noch dass er einst war

 

Gerry Huster

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Das halbe Glück

In einem Wald da steht ein Leiermann

Im Schneegestöber spielt was Es ersann

Der Tanz der weißen Dame schnell vergeht

Ein schwarzes Kleid durch Trauer hell gewebt

Der See aus Eis ist bläulich unterm Mond

Das Laub der Bäume ruht noch wie gewohnt

Die Lüfte ruhen still ist Unsre Bahn

Und immer weiter dreht es wie im Wahn

Der Leiermann spielt traurig seine Weise

Das Eise knirscht jetzt stirbt Es endlich leise

 

Gerry Huster

Der Gefangene

Mein Kopf ist schwer

ich würd‘ ihn gern zerschlagen

Es will nicht mehr

Mein Geist sich selbst noch tragen

Denn so ich bin

So fliehe ich vom Leben

Hat Gott den Sinn

mir auch zum Schutz gegeben

Drum singt der Star

erblindend seine Lieder

Was er einst war

Das kehret niemals wieder

Doch läg‘ ich nur

drei Fuß tief in der Erde

Wär‘ dass die Kur

Die Hilfe zu mir wäre

Gerry Huster

Lagebericht

Ein Wald mit vielen
Eingängen mit vielen
Pfaden mit einem
Ziel
Wege mit vielen
Freuden mit vielen
Leiden mit einer
Richtung
Ich mit vielen
Hoffnungen mit großen
Flügeln mit einer
Zukunft
Ich mit vielen
Erfahrungen mit großer
Schwere mit einer
Vergangenheit
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Gerry Huster