Ein Faden Wolle

Ein Faden Wolle

Was sind Gedichte als blühende Worte?
Große Blumen in scheu gemähtem Rasen
Von Händen geformt, von Tränen begossen

Was sind Tränen als Stärke?
Und Schwäche, sie zurückzuhalten
Ein Mensch, der nach außen drängt

Was sind Menschen als vergehende Sterne?
Einsam strahlend am gemeinsamen Himmel
Langsam verglühend zum Zwerg

Gerry Huster

Dämmerung

Dämmerung

Jetzt scheint es so die Erde hat
Sich von der Sonne weggedreht
Wir haben auch den Tag mal satt
Wo nur ein mattes Lüftchen weht

Es ist natürlich leicht die Nacht
Als schwarzes Etwas anzusehn
Und doch werden in ferner Pracht
Am Himmel neue Sonnen stehn

Vielleicht gibt’s einen neuen Stern
Der für uns seine Strahlen gibt
Ich glaub daran ist es auch fern
Was mit uns unsre Nacht besiegt

Es bleibt ja auch nicht ewig Nacht
Dann wird das Blut zu Morgenrot
Die Nacht die von uns wurd gemacht
Ist wie der Tag von uns bedroht

Gerry Huster

Sternschnuppen-Schauer (Wünsch‘ dir was)

Sternschnuppen-Schauer

Ein Stern zerfällt
An Himmels Atmosphäre
Und schaut die Welt
Auf der so gern er wäre

Es rast ein Stein
Durch Weltalls tiefe Weiten
Und noch sein Schein
Weilt bis in Ewigkeiten

Es scheint das Licht
Der Erde helle Tage
Und doch es bricht
Kein Laut und keine Klage

Du armer Stern
So bist auch du gestorben
Und wärst so gern
Von uns einer geworden

Im Angesicht einer zynischen Welt
Gerry Huster