Seelenklage

Seelenklage

Ein grüner und ein blauer Mond
Umkreisen meine Seele
Ich wollt dass einer bei mir wohnt
Zur Einheit dass ich lebe

Doch sitzt bei mir der grüne Stein
Voll Freude schöner Tage
So möchte ich bei dem andern sein
Es reizt mich wenn ich sage

Ich schaue euch ihr Lichterwesen
Die ihr euch einst im Tod geneigt
In euch entsteht ein neues Leben
Das sich in einem Mond vereint

Dann strahlt auf mich ihr Sternenfunken
Des Mondes Himmel scheint so weit
Ist dieser letzte Stern gesunken
Ist dieser kleine Geist befreit

Gerry Huster

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Nachtgedicht

Nachtgedicht

 

Im Stillen leg ich mich hienieder

schließ die augen

zieh dahin

Und stehen will ich niemals wieder

nur im dunkeln

mensch ich bin

 

Die Welt zerdreht die Himmel schwanken

strahlend blauer

mond erscheint

So leg um mich die feinen Pranken

so ersticke

was da weint

 

Im Mondschein sink ich in die Erde

und der himmel

scheint so klar

Auf dass ich niemals wieder werde

wie die Erde

ich einst sah

 

Der Frieden soll mich bald ereilen

blauer mond ver-

giss mich nicht

Ich mag hier nicht mehr noch verweilen

bis das letzte

Ich zerbricht

 

Gerry Huster

In letzter Zeit kam etwas weniger.

Ich hoffe, dieses Gedicht erreicht trotzdem alle, die Genuss daran haben.

Das halbe Glück

In einem Wald da steht ein Leiermann

Im Schneegestöber spielt was Es ersann

Der Tanz der weißen Dame schnell vergeht

Ein schwarzes Kleid durch Trauer hell gewebt

Der See aus Eis ist bläulich unterm Mond

Das Laub der Bäume ruht noch wie gewohnt

Die Lüfte ruhen still ist Unsre Bahn

Und immer weiter dreht es wie im Wahn

Der Leiermann spielt traurig seine Weise

Das Eise knirscht jetzt stirbt Es endlich leise

 

Gerry Huster

Der Gefangene

Mein Kopf ist schwer

ich würd‘ ihn gern zerschlagen

Es will nicht mehr

Mein Geist sich selbst noch tragen

Denn so ich bin

So fliehe ich vom Leben

Hat Gott den Sinn

mir auch zum Schutz gegeben

Drum singt der Star

erblindend seine Lieder

Was er einst war

Das kehret niemals wieder

Doch läg‘ ich nur

drei Fuß tief in der Erde

Wär‘ dass die Kur

Die Hilfe zu mir wäre

Gerry Huster

Lagebericht

Ein Wald mit vielen
Eingängen mit vielen
Pfaden mit einem
Ziel
Wege mit vielen
Freuden mit vielen
Leiden mit einer
Richtung
Ich mit vielen
Hoffnungen mit großen
Flügeln mit einer
Zukunft
Ich mit vielen
Erfahrungen mit großer
Schwere mit einer
Vergangenheit
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Gerry Huster