Abschied der Liebe

Abschied der Liebe

Sag spürst du den Wind
Der mich umweht
In Liebe so sind
Wir eng verweht

Und bin ich verwelkt
In balder Zeit
So fluch nicht die Welt
Die dir verbleibt

Auch Sterne müssen sterben
Damit was leben kann
In dieser Welt

Des Todes weiße Schergen
Der dunklen Welten dann
Ist was erhält

Der eisige Wind
Ist was ich bin
Und mein Geistes Kind
Bleibt ohne Sinn

Geliebte so bricht
Mein Selbst vor dir
Drum schaue mich nicht
Doch geh von mir

Drum sollte man nicht lieben
Weil es vergehen kann
In dieser Welt

So liebe ich verschwiegen
Und werde sterben dann
Wie sie zerfällt

Gerry Huster

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Das halbe Glück

In einem Wald da steht ein Leiermann

Im Schneegestöber spielt was Es ersann

Der Tanz der weißen Dame schnell vergeht

Ein schwarzes Kleid durch Trauer hell gewebt

Der See aus Eis ist bläulich unterm Mond

Das Laub der Bäume ruht noch wie gewohnt

Die Lüfte ruhen still ist Unsre Bahn

Und immer weiter dreht es wie im Wahn

Der Leiermann spielt traurig seine Weise

Das Eise knirscht jetzt stirbt Es endlich leise

 

Gerry Huster

Das Ehesonett

Und sagte: „Sei so nett
Für Mich: Schreib ein Sonett“
Und ich sah nur die roten Lippen
den Busen auf und nieder wippen

Und ein Parfum hing in der Luft
und übertünchte ihren Muff
Ich war von ihr schon ganz verschoben
Sie wollt ich unten und mich oben

Und in der Lieb ist jeder Mann
ein Schuft, der es nicht lassen kann,
So nahm ich mir ein Blatt und einen Stift

und schrieb in meiner allerschönsten Schrift
Gab mir den Schein, ich wär so nett
Wär ach so fein: Schrieb dies Sonett

Gerry Huster

Über die Liebe

Das höchste Gefühl, das ist die Liebe
Sie begleitet einen von der Wiege
Durch das ganze Leben lang,
weil man nur so leben kann!
Man liebt die Eltern seit Beginn seiner Zeit
Später noch wird die Erotik befreit
Und in Liebe tanzt man auf Wolken am Himmel
in einem der großen Liebesgetümmel

Alles Lug und Trug!

Die Wissenschaft hat rausgefunden
Den Zweck der Liebe sich erklärt
's ist, dass die Frau ein Kind gebärt
So kommt der Mensch über die Runden

Man liebt die Macht: Die Reichen, geschönten
Wer Geld hat, dem ist die Liebe gewiss!
Ist's jedoch weg, zeigt auch der Mensch sein Gebiss
Und wendet sich ab von den nunmehr verpönten

Und darum ist das droben am Himmel

nur illusionärer Liebesfimmel

Gerry Huster