Der ewige Zustand

Der ewige Zustand

Die Welt ist arm der Mensch ist schlecht
Das schrieb zuweilen Bertolt Brecht
Der Mensch wo ihm nichts übrig blieb
Drum führte fort den großen Krieg
Und Stalin lehnt sich stolz zurück
Er hat die halbe Welt verrückt
Der Krieg war aus es gab ihn nie
C’est la vie

Europa ward entzweigeteilt
Die USA bereits weltweit
Und bald schon gab’s man ahnt es schon
Krieg; mit der Sowjetunion
Dass selbst der Mann im Mond gesagt
Gott sei Dank der INF-Vertrag
Schiffe vor Kuba gab es die?
C’est la vie

Im Porzellan ein Elefant
Amerika gespalten Land
Es bleibt der große Handels-Krieg
Und führt er keinen auch zum Sieg
Im Osten war die Annexion
Europa stört die Union
Soldat, du wünschst dir Frieden, wie?
C’est la vie
Sellerie

Gerry Huster

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Der Holztisch – Eine Hypotaxe

Der Holztisch – Eine Hypotaxe

Als ich an dem frühen Morgen des Sonntages, der schon seit den ersten seiner Stunden trüb und grau gewesen war,auf der Terrasse eines am Meer gelegenen kleinen französischen Cafés, welchesum die frühen Morgenstunden noch bis auf die freundlich und doch müde lächelnde, gerade an der Grenze dessen, was man als „Jugend“ zu bezeichnen pflegt, angekommene Bedienung, die hier erst seit eben diesem Tag in dem Café angestellt war und eine höflich-zuvorkommende alte Dame, die nun in Rente gegangen war, um sich mehr auf das zu konzentrieren, was sie das„Halbleben“ nannte, weil sie keine Kraft mehr fand, das ganze Leben zu leben, aber immer noch freundlich und geistreich aus ihren kleinen Äuglein unter denmächtigen Augenbrauen und dem ergrauten aber vollen lockigen Haar blitzte, ersetzt hatte, gänzlich leer war, wenn man von dem alten und struppigen und ungebeten treuen Hund, welcher einen mit Augen pflegte anzusehen, die von all dem Leidenund Trauern einer jeden intelligenten Kreatur sprachen, einmal absieht, der jeden Morgen kam, um sich unter dem an der Wand befestigten alten Heizkörper so lange von der Kälte der Nacht zu wärmen, bis ihn die alte Dame entdeckt und lachend-wütend aus dem Café gejagt hatte, die Morgenstunden genoss und die vom Meer, welches bei Flut bis an die Stufen der Terrasse reichte, sich jedoch an diesem Morgen zurückgezogen hatte, gesalzene und kühle Luft um meine Nase spielen ließ, während ich meine Ohren mithilfe einer Mütze vor der Kälte zu schützen versuchte, was mir mit allenfalls mäßigem Erfolg gelang, sowie eine einzelne Möwe bei ihrem majestätischen Gleitflug beobachtete, den sie nur ab und an unterbrach, um ins Meer hinabzutauchen und -augenscheinlich immer erfolglos- nach Fischen zu schnappen, sodass sie nun schon ob ihres Misserfolgs seit längerem über dem Meer glitt, während ich meinen heißen Kaffee, welchen ich selten trank, da mir dieses schwarze Gebräu ob seines bitteren Geschmacks für gewöhnlich zutiefst zuwider war, schlürfte und ab und an einen kleinen Bissen meines Croissants, das in dem Café gebacken worden war und ganz wie der Kaffee nach meiner bescheidenen Meinung das beste seiner Art war, auf einem kleinen grauen Stuhl an einem von der salzgeschwängerten Luft im Laufe der Jahre ganz ausgebleichten ehemals mahagonifarbenen Holztisch, der hier bereits seit den Jahrzehnten stand, die für mich zu früh gekommen waren und an dem die Spuren von ungezählten Fluten und Tellern und Essensresten und Kaffeeflecken und Regengüssen nicht spurlos vorüber gegangen waren, der aber dennoch rein und würdevoll jedem erschien, der das Glück hatte, sich an seine hölzerne Seite setzen zu dürfen und seines allzu offensichtlichen Alters zum Trotz nicht den Eindruck erweckte, seine ehrwürdige Tätigkeit als Unterlage und Stütze für all die Gäste des Cafés aufgeben zu wollen sondern vielmehr eine gar erotische und ewige Ausstrahlung hatte, die ihn für meinen Geist von allen anderen Tischen unterschied und der für immer an seinem Platz stehen zu wollen schien, um das Kommen und Gehen dieses blauen Giganten zu beobachten und das Gewimmel an Menschen unter dem blauen Himmel mit seinen Wolken in alter Weisheit ruhig über sich ergehen zu lassen, saß, betrachtete ich mich in einer Pfütze, die sich von dem letzten Regen, der vor einer guten Stunde in einem kurzen aber starkem Schauer, der mit starken Winden einherging, die in der Straße des Cafés zwei Straßenschilder umgeworfen hatten, niedergegangen war, in einer Kuhle auf demTisch gebildet hatte, spiegelte und mein Spiegelbild betrachtete, und wurde mir meiner Jugend bewusst, die sich auf diesem alten Tisch abzeichnete, wobei ich meine Mütze abnehmen musste, um mir durch meine vollen blonden und weichen Haare zu streifen, und die glatte Haut meines jungen und unerfahrenen Gesichtes zu betrachten und die darin gelegenen gerade über der wuchtigen und doch feingeschnittenen Nase platzierten Augen, welche das einzige Farbtüpfelchen zwischen dem grauen Himmel und meiner weißen Haut zu sein schienen, die in all der Ernsthaftigkeit, die die Jugend wohl aufzubringen vermag und in all der Weisheit, die sie vorzutäuschen in der Lage ist, erstrahlten, zu bestaunen, sowie meine von der trockenen Luft des beginnenden Winters ganz spröde und inTeilen gar aufgesprungenen Lippen anzuschauen, welche noch nie ihren Weg zudenen einer Frau gemacht hatten und ich bedauerte sie und entschuldigte mich bei ihnen, ihnen nie die Möglichkeit, die erste Erfahrung und den erstenKontakt mit ihrem weiblichen Gegenstück zu machen, gegeben zu haben, als mir einfiel, dass doch gerade morgen vor einem Jahr mein letzter Geburtstag gewesenwar und ich war mir ob der Ironie der Sache wohl bewusst.

Gerry Huster

Das halbe Glück

In einem Wald da steht ein Leiermann

Im Schneegestöber spielt was Es ersann

Der Tanz der weißen Dame schnell vergeht

Ein schwarzes Kleid durch Trauer hell gewebt

Der See aus Eis ist bläulich unterm Mond

Das Laub der Bäume ruht noch wie gewohnt

Die Lüfte ruhen still ist Unsre Bahn

Und immer weiter dreht es wie im Wahn

Der Leiermann spielt traurig seine Weise

Das Eise knirscht jetzt stirbt Es endlich leise

 

Gerry Huster

westlich

Wo auf einer Insel ein Volk fett feiernd lebt

Und selbst das Gesindel sonntags auf Fleisch besteht

Sind in Ozeanen der Sklaven mehr und mehr

Flehet um Erbarmen der Armen großes Heer

Wo die Gelder fließen in Weihrauch Gold und Licht

Und die Trauben sprießen wo niemand sie noch bricht

Hinter den Kulissen der Armen große Schar

Kriegen keinen Bissen von dem was ihres war

Wo die Reichen singen in Freude Lust und Tanz

Und die Lieder klingen als Boten ihren Glanz

Bildet in den Fernen der Mensch den Mensch sich ein

Eilet zu den Sternen ein Tier nicht mehr zu sein

Wo auf einer Insel ein Volk fett feiernd lebt

Und selbst das Gesindel sonntags auf Fleisch besteht

Sind die feinen Herren selbst wenig Mensch nicht mehr

Irgendwann in Särgen wird doch ihr Gold zu schwer

Gerry Huster

Der Gefangene

Mein Kopf ist schwer

ich würd‘ ihn gern zerschlagen

Es will nicht mehr

Mein Geist sich selbst noch tragen

Denn so ich bin

So fliehe ich vom Leben

Hat Gott den Sinn

mir auch zum Schutz gegeben

Drum singt der Star

erblindend seine Lieder

Was er einst war

Das kehret niemals wieder

Doch läg‘ ich nur

drei Fuß tief in der Erde

Wär‘ dass die Kur

Die Hilfe zu mir wäre

Gerry Huster

Der „Sinn des Lebens“

Die Frage nach dem Sinn im Leben ist eines der grundsätzlichsten Dinge, die den Menschen von den Tieren unterscheiden. Seit der Mensch Zeit hat, Gedanken auf Themen zu verwenden, die nicht auf das unmittelbare Überleben gerichtet sind, versucht er, diese Frage zu beantworten. Trotzdem ist es noch nicht gelungen, den Sinn des Lebens eindeutig festzustellen, was daran liegt, dass diese Frage in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich angegangen wurde. Die Frage universal und „richtig“ zu beantworten ist unmöglich, da jeder Mensch individuell ein eigenes Ziel und somit auch einen eigenen Sinn im Leben festlegt kann und soll. Niemand kann also den Sinn des Lebens definieren. Aber jeder kann und sollte es auch versuchen:

Um den Sinn im Großen -also im Leben- zu finden, muss man erst einmal schauen, wo es Referenzen im Kleinen gibt, von denen man auf das Große schließen kann. Schon Aristoteles hat festgestellt, dass jede Handlung des Menschen im Kleinen einen Sinn hat und ein Ziel erfolgt. Jeder Mensch produziert etwas zu einem Zweck. Ein Färber zum Beispiel färbt Stoffe, damit diese an den Schneider verkauft werden, damit diese zu einem Anzug geschnitten werden, damit diese von einem Menschen getragen werden, damit diese nicht frieren etc. schon die kleinsten Kinder erkennen dieses Prinzip und nutzen es zu ihrer Freude mit den ewigen Warum-Fragen, die jeder, der schon einmal mit Kleinkindern zu tun hatte, kennen wird. Damit testen sie die Grenzen des Wissens der Erwachsenen, wohl wissend, dass diese Frage nach dem Warum nicht zu einem Ende geführt werden kann. Das liegt daran, dass kein uns bekanntes Sinn-System in sich geschlossen ist. Ein Stück Stoff etwa bekommt nicht dadurch einen Sinn, dass es an einen Schneider verkauft und zu einem Anzug genäht wird, und ein Anzug erhält seinen Sinn nicht bloß dadurch, dass er getragen wird, und die Tatsache, dass der Anzug getragen wird, nicht bloß dadurch, dass sie den Träger vor Kälte schützt, sondern in dem Sinn, der einzelnen Objekten zugewiesen wird, lässt sich immer ein weiterer Sinn entdecken.

Genau das gleiche System lässt sich nun im menschlichen Leben wiederfinden. Niemand existiert, nur damit er existiert, sondern, um sich zu bilden, Nachkommen zu zeugen, den evolutionären Prozess fortzuführen, um … was eigentlich? Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist also die Frage nach dem Ende dieser scheinbar endlosen -und damit auch sinnlosen- Aneinanderreihung von kleinen Sinnen.

Welche Voraussetzungen  muss dieses Ende also haben? Zum ersten müsste es sich selbst zum Sinn haben, damit die irdische Sinnkette nicht fortgeführt wird. Das heißt, es muss existieren, um zu existieren. Das setzt aber auch voraus, dass es ewig ist. Denn etwas, das nicht ewig ist und also irgendwann rest- und spurlos verschwunden sein wird, kann nicht sich selbst zum Sinn haben, da es diesen Sinn durch seine Vergänglichkeit nicht erfüllen würde und somit auch nicht anderen Dingen zum Sinn dienen könnte. Welchen Sinn hat ein Goldstück, dass unbemerkt für den Bruchteil einer Sekunde in der Tasche einer armen Bettlerin auftaucht? Und welchen Sinn hat dann ein Universum, dass unbemerkt von allem anderen für einen an der Ewigkeit gemessenen so kleinen Zeitraum auftaucht und wieder verschwindet? In beiden Fällen lautet die Antwort: für sich genommen keinen. Das Goldstück hätte aber dann einen Sinn, wenn es etwas Gold in der Tasche der Bettlerin zurücklassen würde, sodass ihr ein unverhoffter Geldsegen zuteilwird. Und genau so verhält es sich mit allen Dingen im Universum: Wir erhalten erst dadurch einen Sinn, dass wir einen Einfluss und sei er auch noch so klein und indirekt auf etwas Größeres und Unendliches haben. Viele Menschen nennen dieses Größere Gott.

Einen Sinn nur auf der Erde -zum Beispiel im Vergnügen- zu suchen, hält jedoch vor dieser Argumentation nicht stand. Denn alles, was von seinem eigenen Vergnügen beeinflusst wird -man selbst und u.U. seine Mitmenschen- ist vergänglich. Erst, wenn man von einer ewigen Instanz ausgeht, die von diesem Vergnügen beeinflusst wird (ob positiv oder negativ spielt hierbei keine Rolle), erhält das Vergnügen einen Sinn.

Gerry Huster

Blauer Mond aus Beton

Nein mein Kind der Mond ist nicht aus Käse

Schau nicht hoch gewöhn dich nicht ans Licht

In den Schluchten ist der Mondschein nicht

Hoffnung siegt doch nicht den Hunger Ärmster

Schau die Steine auf dem Weg so mächtig

Bergen Erze geben Eisen Gold

Nicht für dich denn es ist gottgewollt

Reichtum weilt hat Newton schon gelesen

Schau nur zu dein Leben wird verfließen

Und die Welt verweilt denn sie ist blind

Wir die wir von Gott verdammt doch sind

Schau der Tod erscheint so süß in Eden

Gerry Huster

Lagebericht

Ein Wald mit vielen
Eingängen mit vielen
Pfaden mit einem
Ziel
Wege mit vielen
Freuden mit vielen
Leiden mit einer
Richtung
Ich mit vielen
Hoffnungen mit großen
Flügeln mit einer
Zukunft
Ich mit vielen
Erfahrungen mit großer
Schwere mit einer
Vergangenheit
Suche ver
Zweifelt
Nach einer
Abkürzung
Gerry Huster

Von der Würde eines Bettlers

Mein Orchesterleiter sagte einmal über eine besonders schöne und pompöse Stelle sinngemäß „Das muss würdevoll klingen. Stellt euch vor, da wäre ein König und würde   durch die Straßen schreiten.“ Hier dachte ich intuitiv „Jemand, der viel Würde hat, muss ein Bettler sein.“ Diesen Gedanken musste ich zunächst selber entschlüsseln, fand ihn schlussendlich aber richtig.

Zunächst einmal muss der Begriff Würde umrissen werden. Es ist hierbei wichtig, dass so etwas wie Würde in der Natur nicht vorkommt. Denn das Gefühl der Würde basiert ganz entschieden auf dem Gefühl der Scham und dem Gefühl des Stolzes. So etwas wie Scham kommt aber im Tierreich nicht -oder dann nur sehr bedingt- vor und auch der Stolz ist in der Natur nicht weit verbreitet. Würde muss also ein menschengeschaffenes Konstrukt sein. Wie genau Würde nun zu definieren ist, ist ein anderes Thema, über das ich ein andermal schreiben möchte. Vorläufig genügt das Wissen darum, dass Würde nichts Natürliches ist. Ganz einfach lässt sich dies bei kleinen Kindern beobachten. Es ist in westlichen Kulturen allgemein gültig, dass eine öffentliche Entblößung etwas Entwürdigendes hat. Kleine Kinder jedoch scheren sich auch in der Öffentlichkeit nicht großartig darum, ob sie nackt sind oder angezogen, solange die Temperatur stimmt. Ihr Empfinden für Würde tritt erst später auf. Es ist also anerzogen.

Alles unnatürliche Verhalten jedoch erfordert eine große Anstrengung des Menschen. Also ist auch der Erhalt der eigenen Würde mit einer gewissen Anstrengung verbunden. Wenn einem die richtigen Rahmenbedingungen gestellt werden, dann kann man seine Würde nur durch sein eigenes Verhalten bewahren. Dieses Verhalten jedoch ist aber, da es unnatürlich ist, gerade für Kinder aber auch für spätere Menschen sehr anstrengend. Ein einfaches Beispiel hierfür sind Tischmanieren. Hierbei meine ich nicht, mit welcher Gabel man welche Olive isst, sondern vielmehr die Fähigkeit, seinen Karottenbrei beim Essen nicht über das gesamte Gesicht zu verteilen und auch, Messer und Gabel richtig zu benutzen. Auch, wenn man sich inzwischen daran gewöhnt hat und die Anstrengung vergleichsweise klein ist, kann man bei Kleinkindern beobachten, wieviel Erziehung bereits für so einfache Grundlagen erforderlich ist.

Ein klassischer Monarch in einem absolutistischem System braucht keine großartige Würde. Sein Ansehen fußt auf seiner Macht, die wiederum auf seinen weltlichen Besitztümern basiert. Und auch sein Stolz basiert mehr auf seinem Reichtum, als auf seiner Person. Es besteht also kein Grund für ihn, die Anstrengung zu unternehmen, sich eine Würde zu bewahren. Zumindest nicht, solange seine Bediensteten und die anderen Adeligen in seinem Land ihn noch respektieren. Da der Mensch grundsätzlich bequem ist, d.h. jede Anstrengung zu umgehen versucht, wird ein König also nicht viel für seine Würde unternehmen.

Für einen im materiellen Sinne Besitzlosen hingegen besteht sehr wohl ein Grund , seine Würde zu wahren. Denn je weniger der Mensch hat, umso mehr basiert sein Stolz auf seiner Würde. Für viele Bettler zählt die Würde außerdem als letzter Besitz. Für einen Bettler stellt die Bewahrung der eigenen Würde also einen viel größeren Anreiz dar, als für einen König. Deswegen ist ein Bettler bereit, sehr viel mehr einzusetzen, um sich seine Würde zu bewahren, die für ihn beinahe lebenswichtig ist. Denn ein Mensch ohne Würde verliert auch seinen Stolz. Hat ein Mensch jedoch gar keinen Stolz (auf sich oder etwas, das er geschafft bzw. geschaffen hat), wird er unweigerlich versuchen, dieser Welt zu entfliehen.[1]

Schlussendlich hat also ein Bettler deswegen mehr Würde als ein König, weil die eigene Würde für einen Bettler weitaus wichtiger ist, als für einen König. Ein König wird sich nicht um seine Würde scheren, ein Bettler hingegen schon. Wie wichtig einer Person die eigene Würde ist, ist davon abhängig, wie viele Besitztümer man abgesehen von der Würde hat und wie sehr der eigene Stolz von der eigenen Würde abhängt.

Gerry Huster

[1] Auch solche Figuren trifft man in unseren Straßen an. Diese sind jedoch keine Bettler mehr. Denn sie betteln nicht mehr. Sie stellen nur noch einen Pappbecher auf und hoffen, dass Passanten etwas Geld hineinwerfen. Mir mag keine Bezeichnung für solche Leute einfallen, die nicht negativ konnotiert wäre, weswegen ich diesen Menschen keine Bezeichnung verleihen möchte.