Antikampfruf

Antikampfruf

Und wenn er dich da in den Krieg schickt
O Mensch
Bedenke dass du noch ein Mensch bist
Kein Tier
Bedenke dass es keinen Sieg gibt
O Mensch
Wenn du doch im Menschen dich selbst frisst
Das Wir

Und wenn du dann liegst in den Gräben
O Mensch
Bedenke dass drüben ein Mensch ist
Kein Tier
Drum folge dann nicht Kriegschorälen
O Mensch
Der Fahne die du Tyrannei hisst
Nicht dir

Und wenn der Beherrscher den Krieg will
O Mensch
So denke dass dein Geist noch frei sei
Kein Tier
Dann schweigen die Waffen der Welt still
Ein Mensch!
Und singen tut nicht mehr der Welthai
Nur Wir

Gerry Huster

Mein Antikampfruf mag verhallen; aber niemand soll kommen Ich hätte nichts gesagt.

Werbeanzeigen

Nachtgedicht

Nachtgedicht

 

Im Stillen leg ich mich hienieder

schließ die augen

zieh dahin

Und stehen will ich niemals wieder

nur im dunkeln

mensch ich bin

 

Die Welt zerdreht die Himmel schwanken

strahlend blauer

mond erscheint

So leg um mich die feinen Pranken

so ersticke

was da weint

 

Im Mondschein sink ich in die Erde

und der himmel

scheint so klar

Auf dass ich niemals wieder werde

wie die Erde

ich einst sah

 

Der Frieden soll mich bald ereilen

blauer mond ver-

giss mich nicht

Ich mag hier nicht mehr noch verweilen

bis das letzte

Ich zerbricht

 

Gerry Huster

In letzter Zeit kam etwas weniger.

Ich hoffe, dieses Gedicht erreicht trotzdem alle, die Genuss daran haben.