Fall – Ein Herbstgedicht

Fall

Schau her mein Herz des Sommers Grün
Ist vor uns noch verschwunden
Wie stachen seine Blumen kühn
In unsre warmen Wunden

Wie sanft und mutig fallen die
Noch einst so stolzen Blätter
Und doch mein Herz du zitterst wie
Bedrückt dich denn das Wetter

Du sahst wohl gelbes Laub
In deiner Zukunft steigen
Wo grau die Sonne scheint

Spätsommerlicher Staub
Ermahnt dich wohl zu schweigen
Und schweigen was uns eint

Gerry Huster

3 Kommentare zu „Fall – Ein Herbstgedicht

  1. Dieses Gedicht sagt mir…grüßt Syntaxia:
    Des Menschenlebens Herbst wird uns ab einem bestimmten Punkt im Älterwerden bewusst.
    In jungen Jahren kommen wir eher nicht zu diesen Vergleichen und sprechen nicht vom Frühling unseres Lebens.
    …grüßt Syntaxia

    Gefällt 1 Person

      1. Vielleicht habe ich es zu pauschal formulirt. Da gibt es Menschen, die haben eine „Lebenstiefe“ auch schon in jungen Jahren. Manch einer wirkt schon mit zwanzig weise und andere sind es nicht im hohen Alter.
        Das Vergehende kann viel Eindruck machen, das Entstehende ebenso. Das Empfinden ist wohl stark individuell geprägt..Ich habe einmal in einem Fototreff vorgeschlagen das Schöne im Vergänglichen im Bild einzufangen, das wollte ein älterer Herr gar nicht. Er sagte: „Nein, das Vergängliche ist doch viel zu traurig!“ Er konnte nichts Schönes darin sehen, während ich die Lichtstrukturen und Formen schön finde….

        Danke für die Denkanstöße,
        grüßt Syntaxia

        Gefällt 1 Person

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