Wieder-Sehen

Wieder-Sehen

Als ich meine Heimat verließ
Da regneten die Wolken als
Ob der Himmel weinen würde
Dass ich fortging

Aber als ich in der Ferne ankam
Da war derselbe Himmel meiner Heimat über mir
Und dieselbe Sonne ließ die Blumen
Auf meinem Grabe erblühen und verdorren
Die auch das Haus meiner Geburt beschienen hatte

Unter diesem Himmel und dieser Sonne
Setzte ich mich
In der Ferne meiner Heimat
Zu Staub und weinte

Gerry Huster

6 Kommentare zu „Wieder-Sehen

  1. Je nun, eines dieser großen Kreislaufgeheimnisse unserer Natur: wir wissen nie, wo die Tropfen niederfallen und woher sie kamen. Was aus unseren Tränen, physisch, wird, ob wir Meere füllen oder Wolkenhimmel oder ein erquickendes Bächlein dort am Waldhang. Noch was aus ihnen psychisch wird, was sie in uns noch in anderen wecken, bewirken.

    Gefällt 1 Person

      1. Ja, Gerry, das kann ich gut nachempfinden. Ich denke, es ist sozusagen Level 100 im Spiel des Lebens, wenn man es schafft, loszulassen und sich unterzuordnen bzw. ich würde es Hingabe nennen… einen guten Wochenstart und LG, Merle

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