Totengedanken

Totengedanken

Es war mir nicht sehr überraschend
Dass du einen Liebhaber hattest und doch
Als er zu dir kam dich umfassend
Der Mond schien so bleich und er schien immer noch
Da schien die Welt
Für kurze Zeit
Aus Eis zu sein

Ich weiß dass für dich vieles Grün war
Wo ich so viel Schwarzes da sehe nun ist
Das Gras schon am wachsen und fruchtbar
Kommt Frühling grad wo du gegangen und frisst
Und was entstellt
Kann ohne Zeit
Das Höchste sein

Gleich wie dein Geliebter zu dir kam
Kommt meine Geliebte erwartet so bang
Und silbern der Mondschein entblößt dann
Die Scham die uns antreibt verbleibt hier nicht lang
Drum weiß die Welt
In Ewigkeit
Kann Fleisch nicht sein

Gerry Huster

Meiner Großmutter

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Ein Kommentar zu „Totengedanken

  1. Will den Rest gar nicht kommentieren, in der letzten Strophe – komme, Geliebte – klang ein anderes Lied herein, ein altes Lied: komm, Sulamith, Geliebte (und dann das ein bißchen Schwierige, weil leicht ins Lächerliche Abgleitende mit den Haaren wie die Ziegen): das Hohe Lied.

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