Für den toten Bettler

Für den toten Bettler

An der Straße der toten Seelen
gegenüber von der Nummer vierundzwanzig
liegt ein Mann den haben sie
niedergestochen grad da die Nacht am größten war
Und alles geraubt nur seinen Ring vom Finger
Nicht. Die Polizei
schaute nicht den Ring Was zählte
dieser Ring des alten Mannes
vor dem Messer in seiner Brust?

Gerry Huster

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6 Kommentare zu „Für den toten Bettler

  1. Vielen Dank 🙂
    Ob das mit den Zeilenumbrüchen am Handy liegt, weiß ich nicht. Bei mir am Handy ust alles, wie ich es geschrieben habe. Ansonsten probier es am besten am Computer. 9 Verse sind es insgesamt.
    Auf die PN freue ich mich.

    Viele Grüße
    G.H.

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  2. Chapeau! Ein Gedicht, das mit einfachen Mitteln den Leser bewegt.
    Ob es allerdings an meiner aktuellen Sherlock Holmes-Lektüre liegt, dass ich als zweiten Gedanken hatte: Welchen Hinweis auf Täter und Motiv wohl der zurückgelassene Ring gibt? 😉
    Und schließlich ein dritter Gedanke: „Nacht am größten“ – nee. Das Adjektiv ist zu billig. Ich habe spontan nicht den zündenden Vorschlag, finde aber sogar „tiefsten“ besser. Am schönsten wäre aber etwas Originelles, Überraschendes. In zwei Silben . . . „am jüngsten“, „am schwersten“, oder doch in vier Silben: „am gewaltigsten“.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich verstehe deine Bedenken. Es ging mir ähnlich, als ich das Gedicht geschrieben habe, ich wusste nicht, welches Adjektiv diese Nacht, dieses mächtige, alldurchdringende, stille Schwarz am besten beschreiben sollte. Aber „gewaltig“ fand ich sie nicht, Nicht mit Pump und Pomp, sondern leise, gefährlich und subtil wollte ich sie und doch musste ich ihrer Macht Rechnung zollen. So habe ich mich dann für dieses schlichte, alltägliche und vielleicht sogar billige Adjektiv entschieden. Es lenkt keine große Aufmerksamkeit auf die Nact. SIe ist einfach nur da, unbemerkt und trotzdem groß.

      Vielen Dank für deine Gedanken, ich freue mich über jeden Kommentar von dir ganz besonders:)
      Und weiterhin viel Spaß bei Sherlock Holmes, da passte das Gedicht ja wirklich ganz gut rein.

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