Antikampfruf

Antikampfruf

Und wenn er dich da in den Krieg schickt
O Mensch
Bedenke dass du noch ein Mensch bist
Kein Tier
Bedenke dass es keinen Sieg gibt
O Mensch
Wenn du doch im Menschen dich selbst frisst
Das Wir

Und wenn du dann liegst in den Gräben
O Mensch
Bedenke dass drüben ein Mensch ist
Kein Tier
Drum folge dann nicht Kriegschorälen
O Mensch
Der Fahne die du Tyrannei hisst
Nicht dir

Und wenn der Beherrscher den Krieg will
O Mensch
So denke dass dein Geist noch frei sei
Kein Tier
Dann schweigen die Waffen der Welt still
Ein Mensch!
Und singen tut nicht mehr der Welthai
Nur Wir

Gerry Huster

Mein Antikampfruf mag verhallen; aber niemand soll kommen Ich hätte nichts gesagt.

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20 Kommentare zu „Antikampfruf

  1. Liebender Gerry

    Wenn dann die Waffen schweigen
    Gehen Sie wie gewohnt zum Metztger
    Der den Fisch das Huhn Schwein Lamm und Kalb
    Mit dem Messer Schlagbolzen und der Axt
    Zu töten für Dein Fleisch toter Tiere
    In fester Hand umfangen hält
    Und Du rufst nein halt ein warte
    Diese sind meine Brüder meine Schwestern ach
    Lebenwesen wie ich und Du mit Lebensblut
    Und einem pochend fragendem Herz
    Denn der Mensch ist was Er ißt
    Und solange Es Schlachthäuser gibt
    Wird Es Schlachtfelder geben

    Jooshua Ich schenke Euch einen Frieden
    Der allen Verstand übersteigt
    Denn siehe Er fühlt das Leben Lieben ist
    Höre und wisse nun ich habe Es Euch gesagt

    Danke Dir Gerry für Dein feuriges brennendes Mitfühlen
    Und Vertrauen Joaquim von Herzen

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    1. Liebende Tanja

      Hier liegt ein Mißverständnis vor
      Mein Überlebenstrieb hindert mich daran mich für kriegerische Handlungen ausbilden zu lassen
      Mein Erhaltungstrieb verwehrt mir Krieg zu treiben

      Wahr ist jedoch das ein Todestrieb kollektiviert und eine Zerstörungs ja Vernichtungskraft
      Menschen zu solchen Geschehnissen unbewusst treibt

      Die Alten Griechen nannten jene Kraft Tanatos den Todestrieb
      Wer nicht liebt ist des Todes Gehilfe
      Liebende üben keinerlei Gewalt aus
      Weder im Denken noch Gefühl in keiner Handlung Tat

      Und zu Gerrys Ermahnung weiter unten
      Tiere führen keine vergleichbaren Todeszüge ala „Weltkriege“ aus…
      Wenn ein unterlegener Rivale sich auf den Rücken legt und ergibt zeigt der Sieger
      Großmut den Unterlegenen von dannen ziehen zu lassen auch das ist „tierisch“ vorbildhaft

      Danke
      Joaquim von Herzen

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      1. Der Mensch hat sich Maschinen geschaffen
        Die durch seine Triebe bedient
        VOn seinen Trieben nicht mehr erfasst
        Seine Triebe perversieren
        Und so zu den Kriegen führen ausgehend von einer durch die Möglichkeiten der den Trieben koexistierende Vernunft entstandene Karrikatur derselben

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      2. Ich wollte keineswegs Krieg und Töten befürworten oder entschuldigen. Ich wollte nur ausdrücken, daß es für uns einfach ist, Menschen zu kritisieren, die als Soldaten dienen, vielleicht sogar gegen ihren Willen, und die dann in kriegerischen Auseinandersetzungen die Entscheidung treffen, für ihr Leben zu kämpfen, auch wenn das bedeutet, daß ein anderes Leben ausgelöscht wird. Ich kann mir nicht vorstellen wie schwer dieser innere Konflikt sein muß, da ich glücklicherweise noch nie in einer solchen Situation war.
        Ich bin keine Philosophin, und bin nicht intelligent genug, die kleinsten sprachlichen Unterschiede auf die Waage zu legen. In Zukunft werde ich mich mit meinen Kommentaren, die falsch interpreteriert werden könnten, zurückhalten.

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    1. Vielen Dank. Dass das Gedicht dir wichtig ist, ist mir wiederum wichtig. Und dass dur es dir exxtra zur Seite gelegt hast, ehrt mich besonder. Vielen Dank für das Lob.

      Auch dir wünsche ich Frieden, denn der Mensch lebt von Idealen!

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  2. Und dieser Aufruf erinnert mich an Borcherts „Dann gibt es nur eins“, auch wenn es sich dabei um Prosa handelt.. Die Sprache scheint mir ähnlich aufrufend und kritisch, wenn auch dabei niemals beleidigend oder anschuldigend.. Wirklich sehr schön!
    Darf ich fragen, wie genau du so gut schreiben „gelernt“ hast? Doch wohl kaum in der Schule, denn (wie ich es sehe..) wird dort, auch in sogenannten Leistungskursen, jegliche Kreativität zu Einheitsbrei verarbeitet. So ist zumindest meine Erfahrung gewesen..

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    1. Vielen Dank für das Lob 🙂

      Ich fühle mich immer etwas unwohl, wenn Leute mich fragen, wie ich so „gut“ (Zitat) schreiben gelernt habe, denn das „Gute“ gibt es nicht. Aber meinen Stil habe ich herausgebildet durch immerwährende Praxis. Wenn du dir die ersten Gedichte auf diesem Blog anschaust, wirst du feststellen, dass ich mich durch das Schreiben weiterentwickelt habe. Das Talent kommt durch das Interesse. Außerdem lese ich viel -vor allem Brecht, aber auch Hesse, Sartre, Camus, Goethe etc.- und so bildet man sich aus den Schriften, die man aufnimmt, seinen eigenen Stil.
      Aber auch aus der schule habe ich viel mitgenommen. Vielleicht einfach nur bloßes Interesse durch das erste Lesen, aber auch einen gewissen Umgang mit Literatur, obwohl -ich muss dir zustimmen- ich nicht immer glücklich mit dem Lehrplan etc. war. Aber es kommt eben auch viel auf den Lehrer an.

      Und schließlich möchte ich auch gerne erwähnen, dass ich auch deine Gedichte sehr gerne lese und deinen Blog aufmerksam verfolge 🙂

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      1. Stimmt, das Wort ,,gut“ ist immer relativ. Allerdings denke ich, dass du keinen Grund hast, dich dabei irgendwie unwohl zu fühlen, denn in dem Moment, in dem deine Literatur mit einer ,,guten Eigenschaft“

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      2. So, nochmal das Ganze.. Mein Computer mag mich heute nicht sonderlich.

        Stimmt, das Wort ,,gut“ ist immer relativ. Allerdings denke ich, dass du keinen Grund hast, dich dabei irgendwie unwohl zu fühlen, denn in dem Moment, in dem deine Literatur mit einer ,,guten“ Eigenschaft konnotieren, denn diejenigen, die es tun, sehen ja etwas Positives in den Gedichten. Selbst eine (mehr oder minder) versteckte Kritik kann den Lesern ein gutes Gefühl vermitteln, und sei es nur die Tatsache, dass sie durch einen Denkanstoß angenehm überrascht werden. Allerdings verstehe ich, was du meinst. Wenn es um ,,gutes“ Schreiben geht, sollte man immer definieren, was ,,gut“ bedeutet. In meinem Fall: Qualitativ hochwertig, durchdacht, nicht mal eben zurechtgeschmiert. 🙂

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  3. erinnert sich denn noch einer an die gute alte Zeit, deren Wiederkommen droht, da Männer sich rüsteten oder entrüsteten, da junge Männer vor Tribunale aus komischen saatstragenden Typen geladen wurden, die ihr Gewissen in einer Verhandlung zu prüfen, zu beurteilen hatten – diese Typen! Oder an eine noch ältere Zeit, deren Wiederkommen droht, da derartige junge Männer einfach vor das nächste Erschießungskommando gestellt wurden, was durchaus den einen oder anderen Anderen er- und abschreckte. erinnert sich denn noch einer an die gute heutige Zeit, deren Wiedersinn droht, in der dies mit unserem großzügig hingeworfenen Steuergeld nur noch Freiwillige tun, die sich dafür melden, die sagen: wir wollen das, wir schaffen das, wir sind Männer (und Frauen!), die töten? Erinnert sich denn noch wer und trägt noch wer weiße Rosen und ähnlich defätistische Zeichen? Und liest noch einer Brechts „was kostet das Eisen?“ Oder verkauft noch günstig kleine Totmachmaschinen aller Art?

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  4. Ich muß noch mal, aber ganz anders, nachdem ich die ganzen obigen Kommentare runtergelesen hab. Doch, doch, manche Tiere führen Kriege, d.h. sie gehen systematisch in Gruppen auf Gruppen von Artgenossen los mit der Absicht der maximalen Zerstörung, des Mordens (heute bei uns ja friedenserhaltende Maßnahmen genannt). Insbesondere sehr nahestehende, intelligente Formen – Schimpansen, witzigerweise ist von den Bonobos so etwas nicht bekannt, Sex ist also für was gut – oder die mit der sogenannten Schwarmintelligenz, also insofern uns auf gewisse Weise sogar näherstehende Arten -, hier manche Ameisen sind für derartigen Wahnwitz berühmt geworden. Warum sollten sie in einem absoluten Sinne besser sein? Denn sie wissen nicht, was sie tun? Nun, natürlich nicht auf unserer menschlichen Ebene, aber sonst schon. Selbst nach (bei den Ameisen können wir das sicherlich nicht beurteilen (sowenig wir ein ganzes Menschenvolk, das in einer Veranstaltung in Berlin Platz hat und unisono brüllt, es wolle den totalen Krieg)) Schimpansenmaßstäben gilt so etwas nicht als nettes kommunikatives Verhalten. Es ist Absicht, böse Absicht. – – aber das Töten eines nicht Artangehörigen dem Gleichzusetzen, so falsch es oft sein mag, so falsch es ohne Not ist, das ist eine Entwertung des Mordes, d.h. das absichtsvolle Töten eben eines Artangehörigen! Es ist eine ganz andere Stufe, ein Unterschied in der Kategorie ob ich eine lästige Wespe erschlage, zum Zwecke der Ernährung eine Forelle oder ein Reh auf den Grill lege, nachdem ich sie möglichst rasch und schonend getötet habe, oder ob ich einen Artangehörigen, in diesem Fall also einen Menschen, umbringe. Wenn wir hier keinen riesigen und prinzipiellen Unterschied machen fällt die komplette Moral hinten runter, können die bösen Menschen öffentlich auf der Straße wieder behaupten, so ein kleiner Mord hier und da sei doch ganz o.k., sofern er nur die richtigen Leute trifft. Oh Verzeihung, das tun sie ja schon, ganz aktuell.

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