Der Unfall im deutschen Zoo

Es ereignete sich am Montagmorgen im Zoo des Herrn Frank-Walter S. ein schreckliches Ereignis. Daselbst kletterte eine Gruppe von Kindern im Spiel in das Gehege eines schlafenden Löwen, um mit dem alten Gesellen, den sie für ungefährlich hielten, ihren Spaß zu treiben. Der Löwe jedoch, einmal geweckt, stürzte sich auf die Kinder, die überzeugt waren, auf diesem reiten zu können, und zerfleischte sie ohne größere Mühen. Einmal Blut geleckt, waren ihm die kleinen Körper der Kinder jedoch nicht genug und so verließ er seinen Schlafplatz seinen Magen zu füllen. Als die Besucher die majestätische und für gewöhnlich schlafende Katze mit blutigem Maul in ihrem Gehege umhergehen sahen, erkannten die meisten die Gefahr und hielten sich fern von dem Löwengehege. Einige wenige jedoch waren fasziniert von der Majestät des Löwen und näherte sich alle Vorsicht fallen lassend den Gitterstäben. Der Löwe, der durch seinen Hunger zu besonderen Kraftanstrengungen fähig war, schaffte es, über selbige zu springen, und jagte zunächst jene, die ihm am nächsten waren. Anschließend trieb er im gesamten Zoo sein blutiges Unwesen, bis er auch den letzten Besucher ausfindig gemacht und getötet hatte. Erst das beherzte Eingreifen eines zufällig vorbeikommenden Passanten, der sich von einem Pfleger ein Gewehr geben ließ und damit dem Löwen direkt in sein Herz schoss, verhinderte, dass dieser auch außerhalb des Zoos seine Nahrung suchte.

Gerry Huster

3 Kommentare zu „Der Unfall im deutschen Zoo

  1. Ich war immer der Überzeugung, dass nach Schließung des Zoos am Abend die Raubtiergehege geöffnet werden und die Katzen und Hyänen, die Bären und Hunde nach übriggebliebenen, meist angetrunkenen Zoobesuchern oder dito heimlichen nächtlichen Zaunkletterern und Mutprobenjugendlichen suchen. Das, was wir untertags bei der Löwenfütterung sehen, reicht doch grad mal für den hohlen Zahn!

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    1. Ja, man muss seine Raubtiere gut füttern, denn diese menschlichen Schnapspralinen gehören doch nicht in deren Maul. Und wenn sei nur einmal auf den Geschmack gekommen sind, dann bekommt man sie nur schwer davon wieder los…
      Um die Gefahr abzuwenden, ist der exzessive Konsum von Alkohol in Zoos nicht empfohlen. Es wird auf freiwillige Basis gesetzt…

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      1. 66, 49, 20. Nein, das sind keine Lottozahlen und es gibt auch nichts zu gewinnen. Aber der Zoo und seine mehr oder weniger schützenden Gitter sind ein Thema in diesen drei höchst unterschiedlichen Geschichten bzw. auch einem GEdicht auf meiner Seite. Wollt ich bloß mal anpreisen.
        Noch ein kleines Zooerlebnis am Rande: wir waren hungrig, haben uns mit Leberkäsesemmeln bewaffnet und uns in das damalige runde Raubtierhaus in Hellabrunn gesetzt. Zufällig hatte auch der Löwe gerade seine Portion bekommen. Wir sahen uns an, wir aßen. Ein Mann trat herein, betrachtete den speisenden Leu, betrachtete uns ähnlich verfahrende Leutchen, wurde leicht blaß um die Nase und verließ das Gebäude schnell wieder.
        Ich rätsle immer noch…

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